Trampolinakademie

Erfolgreiche Premiere für Luisa Braaf

Die Spitzensportlerin aus dem Rheinland (TV Unterbach 1905) Luisa Braaf zahlt das Vertrauen des Bundestrainers Markus Thiel zurück und gewinnt Bronze beim Jugend-Welt-Cup in Valladolid.

Die Aufregung bei Luisa war enorm groß. Denn dieser Wettkampf in Spanien fand im Rahmen des Welt-Cups für die Elite statt und galt gleichzeitig als Qualifikation für die Olympischen Spiele. Im Vorkampf waren 26 Mädchen aus 10 Ländern am Start. In der Pflichtübung zeigte Luisa gewohnt tolle Haltung, auch wenn der Time-of-Flight-Wert nicht optimal war, und erreichte mit 42,21 Punkten das viertbeste Ergebnis. Mit 50,2 Punkten in der Vorkampf-Kür (Schwierigkeitsgrad von 10,0 Punkten) katapultierte sie sich als Drittplatzierte ins Finale. Die Freude über das Erreichen der Finale am nächsten Tag war sehr groß. Die Zeit dazwischen nutzte Luisa um einen Smalltalk mit der ersten Olympiasiegerin im Trampolinturnen Irina Karawajewa aus Russland und zweifachen Olympiasiegerin Rosannagh MacLennan aus Kanada zu führen.

Das große Finale

Am Folgetag stand das große Finale an. Hochkonzentriert ging Luisa ans Trampolingerät, um der Konkurrenz aus USA, Georgien und Italien zu zeigen, dass mit ihr zu rechnen ist. Im dritten Sprung kam Luisa gefährlich nahe an die Matten, zeigte aber keine Nerven und turnte gekonnt ihre Übung zu Ende. Für die Finalübung hat sie 49,445 Punkte erhalten. Danach hieß es Zittern, ob es für einen Podestplatz reicht. Als die Vorkampfführende aus Italien ihre Übung schon nach 8 Sprüngen beenden musste, war die Gewissheit da, dass Luisa für Deutschland eine Bronzemedaille geholt hat.

Stützpunktleiter Alexej Kessler, der in Spanien als FIG-Kampfrichter im Einsatz war, resümiert: “Eigentlich sollte dieser Wettkampf für Luisa als Gradmesser mit der internationalen Konkurrenz gelten. Dass wir mit einer Bronzemedaille nach Hause fahren, damit war nicht zu rechnen. Luisa hat sich sehr gut präsentiert und hat enorm viel an Erfahrung gewonnen und Selbstbewusstsein für die DM in Dessau und die Jugend-WM in Tokio getankt.”